Demo

Pädag. Konzeption


Leitgesichtspunkte der pädagogischen Arbeit


1. Räumlichkeiten

Aufgrund eines großzügig angelegten Platzangebotes haben die Kinder vielfältige Spielmöglichkeiten in den Aktions-, bzw. Bildungsbereichen. Es gibt vier Stammgruppen, die individuell strukturiert und gestaltetet sind. Ihnen zugeordnet ist jeweils ein Nebenraum und ein Waschraum. Zwei Gruppenräume ( Schwerpunktgruppe und Krippengruppe) befinden sich im Erdgeschoss der Kita. Der Gruppen – und der Nebenraum der Krippengruppe, ist dem Alter entsprechend, auf die Bedürfnisse der Kinder zugeschnitten und ausgestattet. Ein separater Raum steht den Kindern unter drei Jahren als Schlafraum zur Verfügung. In einem  kleinen Badezimmer mit zwei Waschgelegenheiten befindet sich eine Wickelkommode. Dort sind auch die entsprechenden Pflegemittel untergebracht. Ein kleiner Hohlraum unter der Treppe wird als „Kinderwagenparkplatz“ genutzt. Im Windfang der Einrichtung gibt es eine Sitzecke für Eltern, in der sie sich vor der Abholphase, während sie noch warten müssen, Infobroschüren, Zeitschriften, oder (in Abständen) auch aktuelle Fotos von Ausflügen und Projekten auf einem Bildschirm ansehen können. Eine Sitzecke im Eingangsbereich ermöglicht sowohl den Kindern, als auch den Eltern, sich auszuruhen oder zu kommunizieren. In einem kleinen Entspannungsraum haben die Kinder die Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen und sich zu entspannen. Zudem gibt es eine „Forscherecke“, in der sich eine Vielzahl von naturwissenschaftlichen Materialien und Literatur befinden. In der geräumigen  Küche wird das Essen umgefüllt, das Geschirr gespült, der Tee gekocht, etc.. Ein großer Teil von Besteck und Geschirr, Töpfen, Brettchen, usw. und auch Vorräten von Lebensmitteln befindet sich dort zentral. Auch hauswirtschaftliche Übungen finden dort statt. Im Rahmen des naturwissenschaftlichen Projektes werden auch dort Experimente durchgeführt. Das sogenannte „Schlaumäusebüro“ wird als Multifunktionsraum genutzt. Hier treffen sich die Sprachfördergruppen, hier können die Kinder Erfahrungen am PC sammeln, hier finden motopädische, bzw. logopädische Übungen statt, hier werden die „Delfin – Kinder“ gefördert. Das Büro wird in erster Linie von der Leitung der Einrichtung genutzt; es finden dort aber auch Elterngespräche, Mitarbeitergespräche und Gespräche mit Vertretern anderer Institutionen statt. Auch für Tests, die zu bestimmten Zeiten durchgeführt werden müssen, wie beispielsweise das Bielefelder Screening, steht der Raum zur Verfügung. Im Obergeschoss befinden sich zwei weitere Gruppenräume für Kinder von 3 – 6 Jahren. Im Flurbereich gibt es ein „Bällchenbad“, eine Ecke mit „Riesenbausteinen“, einen Werkraum, in dem Holzprojekte statt finden und eine Leseecke, die auch als Rückzugsmöglichkeit genutzt werden kann. Der Personalraum steht dem gesamten pädagogischen Personal zur Verfügung. Hier finden Dienstbesprechungen, Elternratssitzungen, Elterngespräche und Reflektionsgespräche mit Praktikanten und Lehrern statt. In diesem Raum trifft sich zudem die „Rucksackgruppe“ und eine Elternbastelgruppe. Hier kann auch ein weiterer PC- Arbeitsplatz genutzt werden. Hier liest die „Leseoma“ verschiedenen Kindern ein mal in der Woche vor. Durch eine Sandkastenecke haben die Kinder zu jeder Jahreszeit die Möglichkeit, Erfahrungen mit Sand und, in begrenztem Umfang, auch mit Wasser zu machen. Die Dschungelburg verfügt außerdem über einen großen Turnraum, der den Kindern täglich Zeiten für Bewegung ermöglicht. Es finden regelmäßig angeleitete Bewegungsangebote statt, die Kinder dürfen die Halle aber auch während der Freispielphasen nutzen (allerdings aus Sicherheitsgründen nur unter Einhaltung entsprechender Verhaltensregeln). Da die Turnhalle der größte Raum der Einrichtung ist,  finden dort auch Veranstaltungen des gesamten Kindergartens statt, wie Elternversammlung, Elternabende oder Auftritte im Rahmen von Festen und Feiern. Direkt angrenzend an den Turnraum befindet sich ein kleiner Raum, in dem sich ergänzendes Sportmaterial, Instrumente zur musikalischen Früherziehung, Medien, wie Diaprojektor, Fernseher, eine Filmkamera, DVD-Player und ein Tonwürfel befinden. Dort werden auch ausreichend Tische und Stühle für Veranstaltungen mit Erwachsenen, z. B. „FUN“, Elternabende, etc., gelagert. In den langen Fluren, sowohl unten als auch oben, darf auch mal gerannt und getobt werden. Für alle Räumlichkeiten der Einrichtung gilt, dass durch Mobiliar, Pflanzen, Dekoration, usw., eine angenehme ansprechende Atmosphäre vorhanden ist. Das Außengelände der Tageseinrichtung bietet ausreichend Spielfläche für rund 100 Kinder. Das Spielangebot ist recht vielfältig und in gutem Zustand. Im Jahr 2007 wurde der hintere Teil der Einrichtung komplett umgestaltet (besonders im Hinblick auf die Nutzung für die Altersgruppe unter 3 Jahren). Auch auf dem gesamten Gelände gab es ergänzende Gestaltungsmaßnahmen und erforderliche Reparaturen.



2. Begegnung zwischen Erzieherin und Kind

An erster Stelle steht eine grundsätzlich freundliche Begegnung zwischen Erzieherinnen und Kindern. Bei besonders vielen berufstätigen Eltern, die ihre Kinder schon sehr früh in der Einrichtung abgegeben müssen, ist eine freundliche Begrüßung (die aussagt: „Wir freuen uns, dass Du da bist. Du bist willkommen!“), also das erste positive Erlebnis am Morgen, oft entscheidend für den weiteren Verlauf eines langen Kitatages. Deshalb hat sie in unserer Einrichtung einen ganz besonderen Stellenwert! Ein besonders wichtiges Element der Erzieher – Kind – Interaktion in unserem Kindergarten ist die Sprache. Bei einem Prozentsatz von im Moment 46 % Familien mit Migrationshintergrund und bei einer Vielzahl deutscher Kinder mit Sprachauffälligkeiten (bzw. Sprachbehinderungen) ist der sprachliche Austausch von großer Bedeutung. Zahlreich vertreten sind in unserer Einrichtung auch Kinder von alleinerziehenden Eltern und Kinder aus sozial benachteiligten Familien. Ganz besonders ihnen gilt die Aufmerksamkeit der Erzieherinnen und ein einfühlsamer partnerschaftlicher Umgang.


3. Pädagogische Planung

Unter Berücksichtigung aller Leitgesichtspunkte und Qualitätsbereiche  wird in unserer Einrichtung regelmäßig intensiv geplant. Einmal in der Woche findet eine zentrale Dienstbesprechung im Personalraum statt, an der Kolleginnen aus jeder Gruppe teilnehmen. Zu jeder Dienstbesprechung gibt es vorab eine Tagesordnung.  Es geht hierbei um den Dienstplan der kommenden Woche/bzw. den Wochenrahmenplan der einzelnen Gruppen, um einen Austausch der Gruppen untereinander (Kinder, Eltern, Besonderheiten, etc.), wichtige allgemeine Informationen, um die Weitergabe von Informationen aus der Leitungsrunde und anderen Gremien und um inhaltliche Planung (beispielsweise von Projekten, Festen, Veranstaltungen, etc.). Die Kolleginnen, die nicht dabei sein können, werden persönlich und durch ein Protokoll, was nach jeder Sitzung angefertigt wird, informiert. Einmal im Monat bitten wir die Eltern, die Kinder möglichst bis 14.00 Uhr aus der Einrichtung abzuholen, damit fast alle Erzieherinnen an der Dienstbesprechung teilnehmen können. Einmal im Monat findet auch eine 2stündige Besprechung außerhalb der Arbeitszeit auf Gruppenebene statt. In beiden Sitzungen wird an den Inhalten des Qualitätskreises, an pädagogischen Themen und individuellen, auf die Gruppen bezogenen, Inhalten gearbeitet. Es handelt sich jeweils um Themenbereiche, die mehr Zeit und Kontinuität erfordern. Auch im Rahmen der Zusammenarbeit mit anderen Kooperationspartnern werden Aktionen, Projekte und Veranstaltungen geplant (Projektbüro, ASD, andere TEK, freie Träger, im Familiennetzwerk, usw.). Selbstverständlich findet auch Planung auf Gruppenebene statt, die ein individuelles Angebot für die Kinder und eine gute effektive Zusammenarbeit des jeweiligen Teams ermöglicht. Auch die Einzelvorbereitung jeder Kollegin ist grundsätzlich ein  fester Bestandteil der pädagogischen Planung, kann aber nicht immer praktiziert werden (Krankheit Vertretung in anderen Gruppen, etc.). Die beiden Planungstage, die der Einrichtung zur Verfügung stehen, werden beispielsweise für die Jahresplanung, für die Zusammenstellung der Kindergartenzeitung (Dschungelnews), für die Planung von Festen und Feiern, für die Umgestaltung von Aktionsbereichen, zum Austausch des Entwicklungsstandes der Kinder, als Teamfortbildungstag, etc., genutzt.


4. Vielfalt und Nutzung von Material

In allen Gruppen sind die einzelnen Aktionsbereiche recht gut ausgestattet. Die Kinder haben eine Vielfalt von Materialien zur Verfügung, für die sie sich nach eigenen Bedürfnissen selbst entscheiden können. Für jedes Kind, gibt es entsprechend auf die Altersstufe zugeschnittenes Spiel- und Kreativmaterial. Uns ist es wichtig, dass alle Materialien immer in einem guten Zustand sind, so dass der Aufforderungscharakter erhalten bleibt (es macht keinen Spaß ein Puzzle zu machen, bei dem schon mehrere Teile fehlen; mit unangespitzten Stiften lässt sich nicht malen; Malblätter, Farben, Kleister, etc., sollten immer vorhanden sein!). Darüber hinaus werden die Kinder von Anfang an dazu angehalten, sorgsam und pfleglich damit umzugehen. In Abständen wird beispielsweise während der Morgenkreise auch daran erinnert. Im Außengelände werden die Spielgeräte zentral auf die Sicherheit hin überprüft. Es gibt genügend Spielgeräte, die sich in einem guten Zustand befinden. Mängel, die festgestellt werden, werden sofort gemeldet und umgehend repariert. Sandspielzeug, Dreiräder und Roller sind in ausreichendem Maße vorhanden und werden nach Bedarf ergänzt. Zudem gibt es kostenfreies Material (Steine, Kies, Holzreste, etc.), das die Kinder fantasievoll in ihr Spiel einbauen können. Im Bewegungsbereich wird darauf geachtet, dass unter anderem, auch bei Bedarf, Material für eine komplette Kindergruppe vorhanden ist (z. B. Bälle, Reifen, Bänder, etc.). Es gibt auch eine Kompaktanlage für Tänze und Aufführungen, sowie Schwarzlichtröhren für Schwarzlichttheater und Instrumente. 2007 hat die TEK damit begonnen, eine „Forscherecke“ mit entsprechenden Materialien auszustatten. Mittlerweile (Stand Januar 2009) ist die Ecke komplett mit einer Vielzahl von Materialien zum Forschen und Experimentieren und entsprechenden Büchern zum Thema eingerichtet. Auch in der angrenzenden Küche werden regelmäßig  Experimente durchgeführt. Einige PCs bieten den Kindern die Möglichkeit, erste Erfahrungen im Umgang mit dem Computer zu sammeln und sich aktiv mit Lernprogrammen auseinander zu setzen. Auch andere Medien, wie Diaprojektor, Fernseher und DVD–Player sind vorhanden. Fotoapparate und eine Videokamera stehen auch den Kindern unter Anleitung zur Verfügung. Material zur Sprachförderung und zur Förderung der integrativen Kinder wurde in ausreichendem Umfang angeschafft und wird kontinuierlich ergänzt. Auch im Entspannungsraum befinden sich Materialien, wie Massagebälle, Lichtkugeln, Satintücher, usw., die die Erzieherinnen jeder Zeit für eine Entspannungsmassage für die Kinder nutzen können. Die Holzwerkstatt ist mit unterschiedlichem Werkzeug ausgestattet, das auf Kinderhöhe sehr übersichtlich an der Wand befestigt ist und für verschiedene kleine Holzprojekten, die regelmäßig durchgeführt werden, zur Verfügung steht. Darüber hinaus ist auch entsprechend Holz, Leim, Nägel,  Farben, usw.,  vorhanden. Mehr als 500 Bilderbücher und eine Vielzahl von Vorlesebüchern und Fachbüchern kommen im Rahmen der pädagogischen Arbeit regelmäßig zum Einsatz. Zudem wurde zum Ende des Jahres 2008 eine kleine Elternbücherei in Sprachen unterschiedlicher Länder und auch zweisprachig mit Bilderbüchern und Fachbüchern eingerichtet, die sich Eltern mit fremder Muttersprache jeder Zeit ausleihen können.
 

5. Individualisierung

Die Kinder haben die Möglichkeit, nach ihren Interessen und Bedürfnissen selbst zu entscheiden, in welchen Spielbereich sie gehen möchten. Nach Absprache mit den Erzieherinnen können sich die Kinder auch für Spielorte im Flurbereich oder in anderen Gruppen entscheiden. Die Angebote innerhalb und außerhalb der Stammgruppe werden so gestaltet, dass sie dem individuellen Entwicklungsstand der Kinder angemessen sind. Die Erzieherinnen unserer Einrichtung sind darauf bedacht, Kinder mit geringem Selbstwertgefühl zu unterstützen, zu stärken und sie behutsam in die Gemeinschaft der Kinder zu integrieren. Das gilt gleichermaßen für die integrativen Kinder unserer Einrichtung. Durch ein umfangreiches Beobachtungsverfahren, dass regelmäßig und gewissenhaft umgesetzt wird, sind alle Erzieherinnen über den Entwicklungs– und Bildungsstand jedes einzelnen Kindes informiert, so dass sie je nach Bedarf in unterschiedlichen Bereichen gefördert werden können. Ganz besonders wichtig ist es uns, unabhängig von der Herkunft und dem sozialem Status  Lern– und Entwicklungschancen zu schaffen!

 

6. Partizipation

Die Kinder bekommen Gelegenheit, den Tagesablauf innerhalb der Gruppe mit zu gestalten. Auch im Morgenkreis haben sie die Möglichkeit, sich an Entscheidungen und Regelungen des Gruppenalltags zu beteiligen. Sie lernen auf diese Art und Weise, Verantwortung zu übernehmen. Für viele Kinder ist es nicht einfach, sich mit anderen Sichtweisen und Meinungen auseinander zu setzen. Wir legen Wert darauf, dass die Kinder diese Unterschiedlichkeiten kennen lernen und auch herausgefordert werden, Lösungsmöglichkeiten zu finden. Wir unterstützen die Kinder darin, in dem wir sie in Ihren Entscheidungen bestätigen.