Demo

Pädag. Konzeption


Leitgesichtspunkte der pädagogischen Arbeit


1. Räumlichkeiten

Aufgrund eines großzügig angelegten Platzangebotes haben die Kinder vielfältige Spielmöglichkeiten in den Aktions-, bzw. Bildungsbereichen. Es gibt vier Stammgruppen, die individuell strukturiert und gestaltetet sind. Ihnen zugeordnet sind jeweils ein Nebenraum und ein Waschraum. Zwei Gruppenräume (Typ I und Typ II) befinden sich im Erdgeschoss der Kita. Der Gruppen – und der Nebenraum der Krippengruppe, ist dem Alter entsprechend, auf die Bedürfnisse der Kinder zugeschnitten und ausgestattet. Zu jeder Gruppe gehört ein Waschraum mit 2 Toiletten und Waschgelegenheiten für die Kinder. Ein zusätzlicher Raum steht den Kindern unter drei Jahren als Schlafraum zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es einen gut ausgestatteten Wickelraum. Dort sind auch entsprechende Pflegemittel untergebracht. Für die Typ II – Gruppe wurde nachträglich ein moderner Wickelbereich eingerichtet. Ein zusätzlicher kleiner Schlafraum ermöglicht den fünf 2-jährigen, ihren Mittagsschlaf zu machen. Ein kleiner Hohlraum unter der Treppe wird als „Kinderwagenparkplatz“ genutzt. Im Windfang der Einrichtung gibt es eine Sitzecke für Eltern, in der sie sich vor der Abholphase, während sie noch warten müssen, Infobroschüren, Zeitschriften, oder (in Abständen) auch aktuelle Fotos von Ausflügen und Projekten auf einem Bildschirm ansehen können. Eine Sitzecke im Eingangsbereich ermöglicht den Eltern, sich auszuruhen oder zu kommunizieren. Im Bereich des unteren Flures findet man eine „Forscherecke“, in der sich eine Vielzahl von naturwissenschaftlichen Materialien und Literatur befinden. In der geräumigen Küche wird das Essen umgefüllt, das Geschirr gespült, etc…. Ein großer Teil von Besteck und Geschirr, Töpfen, Brettchen, usw. und auch Vorräten von Lebensmitteln befindet sich dort zentral. Auch hauswirtschaftliche Übungen finden dort statt. Im Rahmen des naturwissenschaftlichen Projektes werden auch dort Experimente durchgeführt. Das sogenannte „Schlaumäusebüro“, oder Sprachbüro, wird als Multifunktionsraum genutzt. Hier treffen sich die Sprachfördergruppen, hier finden verschiedene Sprachangebote und „Schuli - Förderung“ statt. Bei Raumknappheit werden hier auch Eltern- oder Lehrergespräche geführt. Das Büro wird in erster Linie von der Leitung der Einrichtung genutzt; es finden dort aber auch Elterngespräche, Mitarbeitergespräche und Gespräche mit Vertretern anderer Institutionen statt. Auch für Tests, die zu bestimmten Zeiten durchgeführt werden müssen, wie beispielsweise das Bielefelder Screening, steht der Raum zur Verfügung. Im Obergeschoss befinden sich zwei weitere Gruppenräume für Kinder von 3 – 6 Jahren (Regelgruppen) und jeweils 1 Nebenraum. Im Flurbereich gibt es ein „Märchenzelt“ und eine Ecke mit Rollenspielrequisiten. In einem Werkraum finden regelmäßig „Holzwerkkurse“ statt. Der Personalraum steht dem gesamten pädagogischen Personal zur Verfügung. Hier finden Dienstbesprechungen, Elternratssitzungen, Elterngespräche und Reflektionsgespräche mit Praktikanten und Lehrern statt. In diesem Raum wird auch das Themencafe angeboten. Hier kann ein weiterer PC- Arbeitsplatz genutzt werden. Jeden Montag kommt eine Logopädin zur Therapiestunde. Durch eine Sandkastenecke haben die Kinder zu jeder Jahreszeit die Möglichkeit, Erfahrungen mit Sand und, in begrenztem Umfang, auch mit Wasser zu machen. Die Dschungelburg verfügt außerdem über einen Bewegungsraum, der den Kindern täglich Zeiten für Bewegung ermöglicht. Es finden regelmäßig angeleitete Bewegungsangebote statt; die Kinder dürfen die Halle aber auch während der Freispielphasen nutzen (allerdings aus Sicherheitsgründen nur unter Einhaltung entsprechender Verhaltensregeln). Montags wird die Halle regelmäßig für motopädische Angebote genutzt, es finden aber auch Trommel-, Theaterprojekte und … statt. Da die Turnhalle der größte Raum der Einrichtung ist, finden dort auch Veranstaltungen des gesamten Kindergartens statt, wie Elternversammlung, Elternabende oder Auftritte im Rahmen von Festen und Feiern. Direkt angrenzend an den Turnraum befindet sich ein kleiner Raum, in dem sich ergänzendes Sportmaterial, Instrumente zur musikalischen Früherziehung, Medien, wie Diaprojektor, Fernseher, Filmkamera, DVD-Player, ein Tonwürfel und Verstärker befinden. Dort werden auch ausreichend Tische und Stühle für Veranstaltungen mit Erwachsenen, z. B. „FUN“, Elternabende, etc., gelagert. In den langen Fluren, sowohl unten als auch oben, darf auch mal gerannt und getobt werden. Für alle Räumlichkeiten der Einrichtung gilt, dass durch Mobiliar, Pflanzen, Dekoration, usw., eine angenehme ansprechende Atmosphäre vorhanden ist. Das Außengelände der Tageseinrichtung bietet ausreichend Spielfläche für rund 100 Kinder. Das Spielangebot ist recht vielfältig und in gutem Zustand. Im Jahr 2007 wurde der hintere Teil der Einrichtung komplett umgestaltet (besonders im Hinblick auf die Nutzung für die Altersgruppe unter 3 Jahren). Auch auf dem gesamten Gelände gab es ergänzende Gestaltungsmaßnahmen und erforderliche Reparaturen. Aktuell ist eine Umgestaltung im Bereich der großen Rutsche geplant.



2. Begegnung zwischen Erzieherin und Kind

An erster Stelle steht eine grundsätzlich freundliche offene Begegnung zwischen Erzieherinnen und Kindern. Bei besonders vielen berufstätigen Eltern, die ihre Kinder schon sehr früh in der Einrichtung abgegeben müssen, ist eine freundliche Begrüßung (die aussagt: „Wir freuen uns, dass Du da bist. Du bist willkommen!“), also das erste positive Erlebnis am Morgen, oft entscheidend für den weiteren Verlauf eines langen Kitatages. Deshalb hat sie in unserer Einrichtung einen ganz besonderen Stellenwert! Ein besonders wichtiges Element der Erzieher – Kind – Interaktion in unserem Kindergarten ist die Sprache. Bei einem Prozentsatz von ca. 80 % Familien, wovon mindestens ein Elternteil eine andere Muttersprache hat, und bei einer Vielzahl von Kindern mit Sprachauffälligkeiten (bzw. Sprachbehinderungen), ist der sprachliche Austausch von großer Bedeutung. Zahlreich vertreten sind in unserer Einrichtung auch Kinder von alleinerziehenden Eltern und Kinder aus sozial benachteiligten Familien. Ganz besonders ihnen gilt die Aufmerksamkeit der Erzieherinnen/Erzieher und ein einfühlsamer partnerschaftlicher Umgang.

 


3. Pädagogische Planung

Unter Berücksichtigung aller Leitgesichtspunkte und Qualitätsbereiche wird in unserer Einrichtung regelmäßig intensiv geplant. Einmal in der Woche findet eine zentrale Dienstbesprechung im Personalraum statt, an der Kolleginnen aus jeder Gruppe teilnehmen. Zu jeder Dienstbesprechung gibt es vorab eine Tagesordnung. Es geht hierbei um den Dienstplan der kommenden Woche/bzw. den Wochenrahmenplan der einzelnen Gruppen, um einen Austausch der Gruppen untereinander (Kinder, Eltern, Besonderheiten, etc.), wichtige allgemeine Informationen, um die Weitergabe von Informationen aus der Leitungsrunde und anderen Gremien und um inhaltliche Planung (beispielsweise von Projekten, Festen, Veranstaltungen, etc.). Die Kolleginnen, die nicht dabei sein können, werden persönlich von den Teilnehmenden informiert. Einmal im Monat bitten wir die Eltern, die Kinder möglichst bis 14.00 Uhr aus der Einrichtung abzuholen, damit fast alle Erzieherinnen an der Dienstbesprechung teilnehmen können. Für Berufstätige gibt es eine „Notgruppe“. Einmal im Monat findet auch eine 2stündige Besprechung außerhalb der Arbeitszeit auf Gruppenebene statt. In beiden Sitzungen wird an den Inhalten des Qualitätskreises, an pädagogischen Themen und individuellen, auf die Gruppen bezogenen, Inhalten gearbeitet. Es handelt sich jeweils um Themenbereiche, die mehr Zeit und Kontinuität erfordern. Auch im Rahmen der Zusammenarbeit mit anderen Kooperationspartnern werden Aktionen, Projekte und Veranstaltungen geplant (ASD, andere TEK, freie Träger, im Familiennetzwerk, Stadtteilprojekte, usw.). Selbstverständlich findet auch Planung auf Gruppenebene statt, die ein individuelles Angebot für die Kinder und eine gute effektive Zusammenarbeit des jeweiligen Teams ermöglicht. Auch die Einzelvorbereitung jeder Kollegin ist grundsätzlich ein fester Bestandteil der pädagogischen Planung, kann aber nicht immer praktiziert werden (Krankheit Vertretung in anderen Gruppen, etc.). Die drei Planungstage, die der Einrichtung zur Verfügung stehen, werden beispielsweise für die Jahresplanung, für Teamfortbildungen zu unterschiedlichen Themen (z.B. Partizipation, Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung, Sprachförderung…), für die Planung von Festen und Feiern, für die Umgestaltung von Aktionsbereichen, zum Austausch des Entwicklungsstandes der Kinder („Kollegiale Beratung“), etc., genutzt.


4. Vielfalt und Nutzung von Material

In allen Gruppen sind die einzelnen Aktionsbereiche recht gut ausgestattet. Die Kinder haben eine Vielfalt von Materialien zur Verfügung, für die sie sich nach eigenen Bedürfnissen selbst entscheiden können. Für jedes Kind, gibt es entsprechend auf die Altersstufe zugeschnittenes Spiel- und Kreativmaterial. Uns ist es wichtig, dass alle Materialien immer in einem guten Zustand sind, so dass der Aufforderungscharakter erhalten bleibt (es macht keinen Spaß ein Puzzle zu machen, bei dem schon mehrere Teile fehlen; mit unangespitzten Stiften lässt sich nicht malen; Malblätter, Farben, Kleister, etc., sollten immer vorhanden sein!). Darüber hinaus werden die Kinder von Anfang an dazu angehalten, sorgsam und pfleglich damit umzugehen. In Abständen wird beispielsweise während der Morgenkreise auch daran erinnert. Im Außengelände werden die Spielgeräte zentral auf die Sicherheit hin überprüft. Es gibt genügend Spielgeräte, die sich in einem guten Zustand befinden. Mängel, die festgestellt werden, werden sofort gemeldet und umgehend repariert. Sandspielzeug, Dreiräder und Roller sind in ausreichendem Maße vorhanden und werden nach Bedarf ergänzt. Zudem gibt es kostenfreies Material (Steine, Kies, Holzreste, etc.), das die Kinder fantasievoll in ihr Spiel einbauen können. Im Bewegungsbereich wird darauf geachtet, dass unter anderem, auch bei Bedarf, Material für eine komplette Kindergruppe vorhanden ist (z. B. Bälle, Reifen, Bänder, etc.). Es gibt auch eine Kompaktanlage für Tänze und Aufführungen, sowie Schwarzlichtröhren für Schwarzlichttheater und Instrumente. 2007 hat die TEK damit begonnen, eine „Forscherecke“ mit entsprechenden Materialien auszustatten. Mittlerweile (Stand Januar 2009) ist die Ecke komplett mit einer Vielzahl von Materialien zum Forschen und Experimentieren und entsprechenden Büchern zum Thema eingerichtet. Auch in der angrenzenden Küche werden regelmäßig  Experimente durchgeführt. Einige PCs bieten den Kindern die Möglichkeit, erste Erfahrungen im Umgang mit dem Computer zu sammeln und sich aktiv mit Lernprogrammen auseinander zu setzen. Auch andere Medien, wie Diaprojektor, Fernseher und DVD–Player sind vorhanden. Fotoapparate und eine Videokamera stehen auch den Kindern unter Anleitung zur Verfügung. Material zur Sprachförderung und zur Förderung der integrativen Kinder wurde in ausreichendem Umfang angeschafft und wird kontinuierlich ergänzt. Auch im Entspannungsraum befinden sich Materialien, wie Massagebälle, Lichtkugeln, Satintücher, usw., die die Erzieherinnen jeder Zeit für eine Entspannungsmassage für die Kinder nutzen können. Die Holzwerkstatt ist mit unterschiedlichem Werkzeug ausgestattet, das auf Kinderhöhe sehr übersichtlich an der Wand befestigt ist und für verschiedene kleine Holzprojekten, die regelmäßig durchgeführt werden, zur Verfügung steht. Darüber hinaus ist auch entsprechend Holz, Leim, Nägel,  Farben, usw.,  vorhanden. Mehr als 500 Bilderbücher und eine Vielzahl von Vorlesebüchern und Fachbüchern kommen im Rahmen der pädagogischen Arbeit regelmäßig zum Einsatz. Zudem wurde zum Ende des Jahres 2008 eine kleine Elternbücherei in Sprachen unterschiedlicher Länder und auch zweisprachig mit Bilderbüchern und Fachbüchern eingerichtet, die sich Eltern mit fremder Muttersprache jeder Zeit ausleihen können.
 

5. Individualisierung

In allen Gruppen sind die einzelnen Aktionsbereiche recht gut ausgestattet. Die Kinder haben eine Vielfalt von Materialien zur Verfügung, für die sie sich nach eigenen Bedürfnissen selbst entscheiden können. Für jedes Kind, gibt es, entsprechend auf die Altersstufe zugeschnittenes, Spiel- und Kreativmaterial. Uns ist es wichtig, dass alle Materialien immer in einem guten Zustand sind, so dass der Aufforderungscharakter erhalten bleibt (es macht keinen Spaß, ein Puzzle zu machen, bei dem schon mehrere Teile fehlen; mit unangespitzten Stiften lässt sich nicht malen; Malblätter, Farben, Kleister, etc., sollten immer vorhanden sein!). Darüber hinaus werden die Kinder von Anfang an dazu angehalten, sorgsam und pfleglich mit den Materialien umzugehen. In Abständen wird während der Morgenkreise auch daran erinnert. Im Außengelände werden die Spielgeräte zentral auf die Sicherheit hin überprüft. Es gibt genügend Spielgeräte, die sich in einem guten Zustand befinden. Mängel, die festgestellt werden, werden sofort gemeldet und umgehend repariert. Sandspielzeug, Dreiräder und Roller sind in ausreichendem Maße vorhanden und werden nach Bedarf ergänzt. Zudem gibt es kostenfreies Material (Steine, Kies, Holzreste, etc.), das die Kinder fantasievoll in ihr Spiel einbauen können. Im Bewegungsraum wird darauf geachtet, dass bei Bedarf Material für eine komplette Kindergruppe vorhanden ist (z. B. Bälle, Reifen, Bänder, etc.). Es gibt eine Kompaktanlage für Tänze und Aufführungen, sowie Schwarzlichtröhren für Schwarzlichttheater, Bühnenbeleuchtung, eine Verstärkeranlage und Instrumente. 2007 hat die TEK damit begonnen, eine „Forscherecke“ mit entsprechenden Materialien auszustatten. Die Ecke ist komplett mit einer Vielzahl von Materialien zum Forschen und Experimentieren und entsprechenden Büchern eingerichtet. Auch in der angrenzenden Küche können regelmäßig Experimente durchgeführt werden. Einige PCs innerhalb einzelner Gruppen bieten den Kindern die Möglichkeit, erste Erfahrungen im Umgang mit dem Computer zu sammeln und sich aktiv mit Lernprogrammen auseinander zu setzen. Auch andere Medien, wie Diaprojektor, Beamer, Fernseher… sind vorhanden. Fotoapparate, Stative, Tablets und eine Videokamera stehen auch den Kindern unter Anleitung zur Verfügung („Daumenkino“). Material zur Sprachförderung und zur Förderung der integrativen Kinder wurde in ausreichendem Umfang angeschafft und wird kontinuierlich ergänzt. Die Holzwerkstatt ist mit unterschiedlichem Werkzeug ausgestattet, das auf Kinderhöhe sehr übersichtlich an der Wand befestigt ist und für verschiedene kleine Holzprojekte, die regelmäßig durchgeführt werden, zur Verfügung steht. Darüber hinaus ist auch entsprechend Holz, Leim, Nägel, Farben, usw., vorhanden. Mehr als 800 Bilderbücher und eine Vielzahl von Vorlesebüchern und Fachbüchern kommen im Rahmen der pädagogischen Arbeit regelmäßig zum Einsatz. Zudem wurde zum Ende des Jahres 2008 eine kleine Elternbücherei in Sprachen unterschiedlicher Länder und auch zweisprachig mit Bilderbüchern und Fachbüchern eingerichtet, die sich Eltern mit fremder Muttersprache jeder Zeit ausleihen können. Das Angebot wird kontinuierlich erweitert.

 

6. Partizipation

Die Kinder bekommen Gelegenheit, den Tagesablauf innerhalb der Gruppe mit zu gestalten. Auch im Morgenkreis haben sie die Möglichkeit, sich an Entscheidungen und Regelungen des Gruppenalltags zu beteiligen. Sie lernen auf diese Art und Weise, Verantwortung zu übernehmen. Für viele Kinder ist es nicht einfach, sich mit anderen Sichtweisen und Meinungen auseinander zu setzen. Wir legen Wert darauf, dass die Kinder diese Unterschiedlichkeiten kennen lernen und auch herausgefordert werden, Lösungsmöglichkeiten zu finden. Wir unterstützen die Kinder darin, in dem wir sie in Ihren Entscheidungen bestärken. Durch die Einbeziehung der Kinder in Entscheidungsprozesse durch das „Kinderparlament“ (2 Delegierte aus jeder Gruppe), sollen die Kinderrechte gewahrt bleiben und transparent werden. Im November 2016 wurde eine gemeinsame Verfassung verabschiedet.

 

 

Einblicke/ Schwerpunkte/ Besonderheiten

 

1. U3 – Gruppe (Krippe)

Die U3 - Gruppe unserer Einrichtung besteht seit dem 1. August 2005. Für uns ist es faszinierend, welche gewaltigen Entwicklungssprünge ein Kleinstkind in den ersten drei Lebensjahren macht. Gerade konnte es nur einzelne Worte sprechen, nun bildet es ganze Sätze. Wie aufregend ist es, wenn man miterlebt, wie ein Kind gerade seine ersten Schritte macht! Wir vermitteln Rituale, die sich regelmäßig wiederholen und die für die Kleinen verlässlich sind. Bestimmte, immer wiederkehrende Handlungen sollen ihnen dabei helfen, diese Rituale zu erkennen. Die Kinder sollen einen strukturierten Tagesablauf erleben, der ihnen Sicherheit gibt. Sie sollen im Laufe der Zeit immer selbstständiger werden und nach und nach ein Gruppengefühl entwickeln. Einerseits sollen sie lernen, sich zu behaupten und sich zu kleinen Persönlichkeiten entwickeln, andererseits sollen sie lernen, Rücksicht zu nehmen und respektvoll und kooperativ mit anderen Menschen umzugehen. Ansonsten machen wir es uns zur Aufgebe, alle Entwicklungsziele, wie zum Beispiel das Laufen lernen, das „Sauber“ werden, alleine essen zu können, mit anderen spielen zu können, sich an Regeln halten zu können, etc., zu erreichen. Entwicklungsschritte, die die Kinder erstmalig im Kindergarten machen, werden für die Eltern dokumentiert. Eine Gesamtdokumentation der ersten 3 Jahre ist im „Ich als Kind – Buch“ enthalten (Portfolio!). Es ist ein langer, aber auch spannender und interessanter Weg, auf dem unsere Kinder regelmäßig und kontinuierlich mit allen Bildungsbereichen konfrontiert werden, und auf dem wir sie begleiten, bis sie stark genug sind und wir sie, gut gerüstet mit viel Weltwissen, in einen neuen Lebensabschnitt entlassen können. Um alle Bereiche optimal umsetzen zu können, müssen wir uns immer wieder mit unserer Arbeit auseinandersetzen, Erfahrungen austauschen (zum Beispiel in einem Qualitätszirkel oder durch Fortbildungen), Handlungsweisen aktualisieren und neue Erkenntnisse in die pädagogische Arbeit mit einbeziehen. Damit möglichst alle Entwicklungs- und Bildungsziele erreicht werden, wünschen wir uns eine Erziehungspartnerschaft, also eine sehr intensive Zusammenarbeit zwischen Eltern und Erziehern. Obwohl wir ein hohes Maß an Professionalität anstreben, sind wir dennoch mit einem Prozess konfrontiert, der eigentlich nie endet, der aber auch niemals einfach nur zur Routine werden darf!

2. Sprachförderung

Die Sprachförderung hat in unserer Einrichtung ihren festen Platz. Sie findet regelmäßig statt. Die Kinder werden nach Alter und Entwicklungsstand individuell gefördert. In Anlehnung an das Sprachförderkonzept („ellerressemenne“) von Gisela Klatt wird die sogenannte „Spracharbeit“ mit den Kindern kontinuierlich durchgeführt, dokumentiert und durch sinnliche Erfahrungen ergänzt. Durch den Einsatz vom BaSiK- Beobachtungsbogen und dem Gelsenkirchener Entwicklungsbogen ist gewährleistet, dass der Sprachstand jeder Altersgruppe dokumentiert und reflektiert wird. Alle Mitarbeiterinnen haben entsprechende Fortbildungen besucht. Sie aktualisieren ihren Wissensstand kontinuierlich durch aufbauende Seminare. Falls erforderlich werden noch andere Beobachtungsinstrumente hinzugezogen (Sismik, „Beller und Beller“…). Eine Gesamtübersicht über den Entwicklungsstand eines jeden Kindes spiegelt sich in dem sog. „Ampelbogen“ wider, den die Eltern zum Übergang (möglichst auch zur Übergabe an die GS) vom Kindergarten zur Grundschule ausgehändigt bekommen. Aktuell steht die fachliche Auseinandersetzung und Umsetzung mit der alltagsintegrierten Sprachbildung in der Dschungelburg im Vordergrund. Zudem sind uns diese Dinge wichtig, um Sprachfördering zu intensivieren:

Morgenkreis:

  • freies Erzählen
  • zuhören und ausreden lassen Leseecke:
  • vorlesen
  • anschauen
  • nacherzählen Allgemeine Kommunikation (Erzieherin):
  • miteinander reden
  • deutlich reden
  • Kindern mit Sprachproblemen Hilfestellung geben
  • Ausflüge in die nähere Umgebung:
  • Umgebungswissen vermitteln
  • Eindrücke beschreiben und Erlebtes wiedergeben

Individuelle Sprachförderung unterstützt durch zusätzliche Fachkräfte, gehört in das Paket unseres Sprachförderprogramms. Es wird regelmäßig innerhalb der Gruppen mit einzelnen Kindern oder in Kleingruppen durchgeführt. „Multi - Kulti – Bücherei“ Eine Auswahl von internationalen Büchern und Bilderbüchern in verschiedenen Sprachen ermöglicht es den Eltern, sich Literatur in ihrer Muttersprache auszuleihen, um sie ihren Kindern zu Hause vorzulesen. Sprachförderung innerhalb der Gruppen Alle Erzieherinnen achten grundsätzlich auf eine deutliche Aussprache, auf ausgewogene Formulierungen und auf intensive sprachliche Begleitung in allen Handlungsabläufen und Situationen. In jeder Gruppe ist eine Kollegin besonders für den Bereich Sprache zuständig! Bielefelder Screening Das Bielefelder Screening wird in regelmäßigen Abständen durchgeführt und ist ein Verfahren zur Früherkennung einer Lese- Rechtschreib-Schwäche. HLL „Hören, Lauschen, Lernen“ ist ein Trainingsprogramm für Kinder, das sich an das Screening anschließt, wenn zu befürchten ist, dass sich eine Lese- Rechtschreibschwäche ausbilden könnte: Die Gruppe der entsprechenden Kinder trifft sich täglich nach dem Morgenkreis um 9.30 Uhr in dem Zeitraum eines halben Jahres. Das Förderprogramm endet kurz vor den Sommerferien mit einem abschließenden BISC – Test der „HLL – Kinder“. Rucksackgruppe Aufgrund dessen, dass viele türkische Mütter schon in Deutschland geboren sind, daher sprachlich fit sind und sehr an einer bildungsorientierten Erziehung ihrer Kinder interessiert sind, haben wir das eher einfach strukturierte Angebot, das viele Jahre in unserer Einrichtung stattgefunden hat, eingestellt. Sprachkoordinatorin Über die „Bundesinitiative Sprache“ gibt es in der Dschungelburg eine sogenannte „Sprachkoordinatorin“, die speziell für die Koordination aller Module zur Sprachförderung verantwortlich ist und dafür sorgt, dass Inhalte im Team umgesetzt und transparent gemacht werden. Sie hält den Kontakt zu verschiedenen Institutionen und zum Fachbereich 51, informiert Eltern und Team und nimmt regelmäßig am Qualitätszirkel „Sprachförderung“ und an entsprechenden Fortbildungen teil. Zudem organisiert sie die Mediathek und das Eltern/und Themencafe.

3. Medienerziehung

Medienerziehung haben wir als eigenständigen Bildungsbereich in die tägliche Arbeit eingebunden. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die Kinder regelmäßig mit einer Vielfalt von Medien zu konfrontieren, um auf Dauer einen natürlichen kompetenten Umgang damit zu gewährleisten (PC, Fotoapparat, Kamera…); besonders für die Kinder, die zu Hause, außer einem Fernseher, keine Medienerfahrungen machen können. Interessant und von großer Bedeutung ist außerdem, dass Kinder jeglichen Umgang mit den angebotenen Medien, auch mit Sprache begleiten. So haben Kinder in Abständen z.B. die Gelegenheit, in einem „PC – Projekt“, ihren „Computerführerschein“ zu machen. Besonderen Spaß macht auch die Entstehung eines „Daumenkinos“ am Tablett!

4. Umweltwissen, Natur-, Umgebungs- und Sachwissen

Dies ist ein Bildungsbereich, der im engeren Umfeld des Kindergartens eher zu kurz kommt. Aufgrund dessen nimmt er einen ganz besonderen Platz in unserer Jahresplanung ein. Uns ist es wichtig, den Kindern durch ein umfangreiches Angebotsprogramm, Exkursionen und Projekte, einen entsprechenden Ausgleich zu verschaffen, z. B.:

  • Kennen lernen von Pflanzen und Tieren
  • Kennen lernen der Jahreszeiten, Wetter
  • Mülltrennung - Forschergruppen
  • Waldexkursionen
  • Haushalt, Essenszubereitung, Einkäufe-
  • Umgang mit Werkzeug, Werkstoffen, usw.

4.1 Schulbauernhof-Projekt

Da unser Familienzentrum direkt an einer befahrenen Hauptstraße liegt, ist es uns wichtig, dass unsere Kinder auf Begegnungen mit Pflanzen, Tieren, Wiesen und Blumen nicht verzichten müssen, und damit sie das Leben auf dem Lande mit allen Pflichten, aber auch mit allen Möglichkeiten kennen lernen. All‘ diese Erfahrungen können die Kinder auf dem Schulbauernhof machen, den sie 1 Mal im Monat im Laufe eines ganzen Kalenderjahres besuchen können. Das Projekt umfasst 4 verschiedene Bereiche:

  • Garten (Eigenes Beet, einsäen, pflanzen, pflegen, etc.)
  • Handwerk (Umgang mit Materialien, kennen lernen von Arbeitsabläufen, Umgang mit Werkstoffen)
  • Tiergruppe (Pflege, Versorgung…)
  • Allgemeine Angebote (Kim – Spiele, Futterglocken, „Bienenhotel“…
  • Kochen (Ernten, verarbeiten, Pizza im Steinofen…)

4.2 Nutzung der Forscherecke in der Freispielphase

In der Freispielphase haben die Kinder im Flurbereich der Kita täglich die Möglichkeit, bestimmte Materialien aus der Forscherecke zu nutzen (z. B. verschieden große Zylinder zum Umschütten, Magnete, Waage und Gewichte, Lupendosen, Okulare. Sandpendel, etc.). In der Forscherecke werden auch vielfältige Materialien für unterschiedlichste Experimente gelagert. Es gibt dort auch eine große Auswahl anschaulicher Bücher für altersangemessene Experimente im Elementarbereich. :

 

4.3  Experimentieren innerhalb der Gruppen

Auch innerhalb der Gruppen werden immer wieder Möglichkeiten geschaffen, die Kinder mit Naturwissenschaften zu konfrontieren.

 

5. Kunst-Kinder-Kiste

Die „Kunst-Kinder-Kiste ist ein Angebot für Kinder im Alter von 4 – 5 Jahren, das gruppenübergreifend regelmäßig stattfindet. Kinder lieben es, mit Farben zu experimentieren, diese zu erforschen, auf sich wirken zu lassen und eigene Ideen mit einzubeziehen. In diesem altersspezifischen Projekt erweitern die Kinder ihren Farbenhorizont. Darüber hinaus lernen sie neue Materialien und Techniken kennen. Die Entwicklung der eigenen Kreativität und Phantasie stehen hierbei im Focus. Die Kinder bekommen durch diese kontinuierlichen Aktivitäten die Grundlagen, die einen idealen Übergang zu dem Projekt „Kunst und Kinder“ im letzten Kindergartenjahr schaffen.

 „Kunst und Kinder“

Seit 10 Jahren besuchen unsere zukünftigen Schulkinder regelmäßig das   Kunstmuseum in Bochum. Dort können sie umfangreiche Erfahrungen sammeln: Sie wissen jetzt, dass es im Museum ganz besondere Regeln gibt, die unbedingt eingehalten werden müssen, dass zum Aufhängen der Bilder besondere Materialien und Werkzeuge erforderlich sind, dass es einen Aufzug gibt, indem man sogar ein Auto transportieren könnte, und dass die Kunstwerke zum Transport in riesige Kisten verpackt werden. Sie finden es spannend, dass es verschlossene Räume gibt, in denen sich wertvolle Bilder und Skulpturen befinden und zu denen nur der Museumsdirektor einen Schlüssel hat.

Mit der Zeit haben die Kinder einen Blick dafür bekommen, was so außerordentlich an einem Gemälde ist, was es aussagt, was es meint, warum der Künstler wohl dieses oder jenes Material verwendet hat, welche Farben erkennbar sind, oder überhaupt, ob es gefällt oder nicht.

Dadurch, dass die Kinder nach der Betrachtung eines Bildes im Atelier selbst zu kleinen Künstlern werden, wird der Bezug zur Kunst immer enger. Im Verlauf eines Jahres, haben die Kinder die Möglichkeit, mehrere Ausstellungen erleben zu dürfen.

Das Projekt wird kontinuierlich weitergeführt.

 

6. Holzwerkstatt

Sowohl Mädchen als auch Jungen lernen unterschiedliches Werkzeug kennen und benennen. In kleinen Projekten entstehen Produkte, auf die die Kinder sehr stolz sind, zumal sie eigenständig, mit wenig Hilfe und viel Engagement ein „Arbeitsergebnis“ geschaffen haben, das man nicht nur anschauen kann, sondern das auch eine Funktion erfüllt.

Angebote für integrative Kinder sind individuell auf deren Entwicklungsstand zugeschnitten.

Zum Ende des Projektes hat jedes Kind sein „Meisterstück“ gefertigt.

Die Kinder entwickeln handwerkliches Geschick, lernen zu konstruieren und phantasievoll zu gestalten.

Zudem bekommen sie den sog. „Werkzeugführerschein“, in dem belegt wird, dass sie die Werkzeuge benennen können und in der Lage sind, sie auch zu benutzen. Die Arbeitseinheiten werden von einer Kollegin (Erzieherin und Schreinerin) geleitet und dokumentiert.

 

7. Integration/Inklusion

Wir arbeiten inklusiv; aber was verbirgt sich dahinter? Im Lexikon ist Integration folgender Maßen beschrieben: „Integration ist die Eingliederung von Angehörigen anderer Rassen, Herkunft oder Beeinträchtigung in eine Gesellschaft. Harmonisches Zusammenwirken der geistigen und seelischen Einzelfunktionen in einer einheitlichen Persönlichkeit.“

So interpretieren wir Integration:

  • Jedes Kind wird individuell mit seinen Stärken, Schwächen, Handicaps oder Auffälligkeiten in der Gruppe und im Kindergartenalltag angenommen.
  • Jedes Kind wird speziell nach seinen Bedürfnissen und Fähigkeiten gefördert.
  • Kinder mit Behinderungen haben die gleichen Chancen wie Kinder ohne Behinderung.

Unser Ziel ist es, alle Kinder zu einer Gemeinschaft mit Stärken und Schwächen zusammen zu bringen. Kinder mit einem besonderen Förderungsbedarf, werden inklusiv betreut. Wir wollen erreichen, dass alle Kinder offen werden für die Schwächen anderer, und dass es für sie selbstverständlich ist, Hilfestellung zu geben (Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung).

Da nicht nur Kinder mit einer „Diagnose“ spezielle Förderung benötigen, ist es ein weiteres Ziel, unsere Förderungsangebote so zu setzen, dass alle Kinder davon profitieren können.

So werden Kinder mit Behinderung nicht zu etwas Besonderem, sondern zu gleichwertigen Spielpartnern. Die Unterstützung im Alltag sollte ganz selbstverständlich geschehen. Die Schwerpunkte der Förderangebote werden individuell auf die Bedürfnisse und Defizite der Kinder ausgerichtet. Sie werden nicht nur im Alltag, sondern beispielsweise auch in der Motorikgruppe oder in der Sprachgruppe umgesetzt.

Grundsätzlich nimmt jedes integrative Kind an allen Aktivitäten der Einrichtung teil! Die Heilpädagogin unseres Familienzentrums unterstützt und berät Eltern und Kollegen.

Integration gehört zu den besonderen Schwerpunkten unserer Einrichtung, versteht sich aber nicht als exotischer Bestandteil unseres Konzeptes, sonders ist vielmehr fest eingebunden in den Tagesablauf und die pädagogische Arbeit.

 

8. Das letzte Jahr im Kindergarten

Bielefelder Screening / HLL

Zunächst werden die Eltern aller zukünftigen Schulkinder inhaltlich über das Verfahren informiert, und um Ihr schriftliches Einverständnis gebeten, dass Bielefelder Screening durchführen zu dürfen, um frühzeitig eine mögliche Lese- Rechtschreibschwäche erkennen zu können.

Das Screening wird jeweils im Oktober mit allen zukünftigen Schulanfängern durchgeführt. Alle Eltern werden anschließend über die Ergebnisse informiert.

Die Eltern, bei deren Kindern eine Anzahl von 4 Risikopunkten und mehr festzustellen sind, werden ausführlich über die Defizite Ihrer Kinder und über die Bedeutung des sich anschließenden HLL unterrichtet. 

Von Beginn der 2. Jahreshälfte an beginnt das HLL–Training das täglich nach dem Morgenkreis um 9.30 Uhr für einen Zeitraum von 10 Minuten stattfindet.

Das Förderprogramm endet kurz vor den Sommerferien.

Um den Entwicklungserfolg der „Risikokinder“ zu messen, erfolgt ein weiteres Screening, das Aufschluss darüber geben soll.

Die Eltern werden zum Abschluss über den aktuellen Stand informiert.

Außerordentliche Treffen der „Schulis“

Die zukünftigen Schulkinder treffen sich regelmäßig, um besondere Aktionen und Angebote durchzuführen. Sie erfahren auf diese Art und Weise, dass sie innerhalb dieser Gruppe schon wesentlich mehr gefordert und in die Pflicht genommen werden. Ein gewisses Maß an Disziplin und Verantwortungsbewusstsein wird ihnen abverlangt.

„Förderschulis“

Eine Kollegin (Förderschullehrerin) arbeitet kontinuierlich mit den Kindern, die laut „Schulfähigkeitsprofil“, noch viel Unterstützung benötigen.

Sie fördert die entsprechenden Kinder:

  • im motopädischen und sprachlichen Bereich (Erweiterung des passiven und aktiven Wortschatzes),
  • in der Konzentration und Begriffsbildung,
  • sie übt Schreiblernprozesse mit den Kindern (Bogen, Kreis, Rechteck, Oval, etc.),
  • sie macht grobmotorische und sensomotorische Vorübungen,
  • fördert die Lateralität (Überkreuzen der Mittellinie),
  • sie macht Übungen zur Wahrnehmung und trainiert die Merkfähigkeit.
  • sie sorgt für den letzten „Schliff“ vor Schulbeginn!

Schulkindpass

Anhand des Schulkindpasses können die Kinder selbst, die Eltern und Erzieherinnen schnell erkennen, was das Kind im letzten Kindergartenjahr schon alles kann, und was es noch trainieren muss.

Dieses „Dokument“ ist wie eine kleine „Legimitation“, schon ein richtiges Schulkind zu sein und könnte auch als Kurzinfo für die Lehrer der ersten Klassen genutzt werden!

Ich als Kind–Buch

Im letzten Kindergartenjahr wird all das, was schon in den 2 Jahren zuvor aus unterschiedlichsten Bereichen gesammelt worden ist (kurze Berichte von Aktionen und Projekten, Kindermund, Fotos, usw.), noch gewissenhafter und vielfältiger ergänzt. Zum Ende der Kindergartenzeit sollen sich in diesem Werk alle Bildungsbereiche und Entwicklungsschritte wiederfinden.

Auch dem zukünftigen Klassenlehrer könnte es ein erstes aufschlussreiches Bild des neuen Schülers vermitteln.

Medienerziehung

Im letzten Kindergartenjahr sollen die „Schulis“ mit allen vorhandenen Medien in Berührung gekommen sein und ein gewisses Maß an Medienkompetenz erlangt haben.

Schwimmkurs

Die Kinder haben Gelegenheit, in einem Zeitraum von fast einem Jahr an einem Schwimmkurs teilzunehmen, der nicht die Wassergewöhnung zum Ziel hat, sondern in erster Linie die Erlangung des „Seepferdchens“ anstrebt. Diese Kinder haben die Chance, das Schwimmen noch vor Schulbeginn ohne zusätzlichen Leistungsdruck zu erlernen. Erfahrungen der letzten Jahre bestätigen, dass das Projekt von Erfolg gekrönt ist. In der Regel erlernen 80% der Kinder, die daran teilnehmen, das Schwimmen. Das Schwimmprojekt gibt es bereits seit 9 Jahren!

Verkehrserziehung

Verkehrserziehung findet noch einmal besonders im Hinblick darauf statt, dass viele Kinder schon unmittelbar nach der Einschulung ohne Begleitung der Eltern allein zur Schule gehen müssen.

Die Polizei unterstützt den Kindergarten durch Informationen und praktische Übungen mit den Kindern vor Ort.

Hospitationen in der Grundschule/ Kontakt

Durch Hospitationen in der Schule bekommen die zukünftigen Schulkinder einen Einblick in den Ablauf von Unterrichtsstunden und die Gestaltung der Pausen. Durch die räumliche Nähe zur Grundschule ergibt sich eine intensivere Zusammenarbeit. Der Austausch zwischen beiden Institutionen ist auf kurzem Wege möglich. Zudem wird eine weitere Kindergartengruppe auf dem Schulgelände entstehen, so dass die Anbindung noch enger wird! Es ist geplant, die zukünftigen Schulkinder der Dschungelburg dort anzusiedeln.

Übernachtung in der Dschungelburg/Alternativer Abschied

Ein beliebtes Ritual der Kinder, die den Kindergarten im letzten Jahr besuchen, ist die Übernachtung im Kindergarten. Alternativ finden aber auch gemeinsame Exkursionen (z. B. „mondomio“, Zirkus Schnick-Schnack…) mit anschließender Abschlussfeier und Grillen mit Eltern statt. Beide Angebote haben ihren besonderen Reiz und finden daher im Wechsel statt.

 

Beispiel für Angebote im letzten Kindergartenjahr:

  • Besuch der Feuerwehr/ Polizei
  • Besuch Waldausstellung in der Grundschule
  • Besuch und Teilnahme an einer Veranstaltung in der Sternwarte
  • Besuch im Rathaus
  • Besuch und Einkauf auf dem Wochenmarkt
  • Besuch einer Veranstaltung der Ruhrfestspiele
  • Besuch des Museums Schloss Stünkede
  • Besuch des „Strom – Museums“
  • Besuch des Bergbaumuseums
  • Das Kunstprojekt
  • Das Zeitungsprojekt
  • Das Theaterprojekt
  • Verschiedene spontane Unternehmungen…

 

9. Tagesablauf

7.00 – 8.00Uhr

Alle Kinder treffen sich zunächst zentral in der Kängurugruppe. Dort gibt es schon einen ersten Austausch der Erzieherinnen, Eltern und Kinder aus unterschiedlichen Gruppen.

8.00 – 9.00 Uhr

Die Kinder gehen in Ihre Gruppen, weitere Kinder werden von ihren Eltern gebracht und von „ihren“ Erzieherinnen begrüßt. Die Kinder haben zunächst die Möglichkeit, sich innerhalb der Gruppe frei zu beschäftigen.

Besonders hungrige Kinder können auch schon mit dem Frühstück beginnen.

9.00 – 9.30 Uhr

In allen Gruppen findet der Morgenkreis statt.

9.30 Uhr – 11.30 Uhr

Freispiel in den Gruppen und Flurbereichen, angeleitete Angebote, Fördermaßnahmen, Sport – und Schwimmangebot, Spiel im Außengelände,

Exkursionen…

11.30 Uhr – 12.00 Uhr

Aufräumen, Mittagskreis

12.30 Uhr

Erste Abholphase

12.00/12.30 Uhr – 12. 30 Uhr/13.00 Uhr

Mittagessen

13.00 Uhr – 13.30 Uhr

Zähneputzen, Ruhephase

13.45 – 14.00 Uhr

Zweite Abholphase

15.00 Uhr

„Nachmittags -  Snack“

14.00 – 16.00/16.30 Uhr

Freispiel drinnen und draußen, weitere Angebote, Ausflüge und Projekte

 

10. Verpflegung in der Dschungelburg

Sowohl für das Frühstück, als auch für das Mittagessen gilt, dass Voraussetzungen für eine angenehme, gemütliche Atmosphäre geschaffen werden (ansprechend gedeckter Tisch, Sauberkeit, Zeiten für Gespräche zwischen Erzieherinnen und Kindern, etc.). Es ist uns wichtig, dass auch schon die jüngsten Kinder lernen, was man unter „Tischmanieren“ versteht. Je eher sie damit konfrontiert werden, umso selbstverständlicher wird mit der Zeit der Umgang damit. Die Kinder lernen auch, Pflichten zu übernehmen, indem sie beispielsweise nach dem Frühstücken ihr Geschirr selbstständig spülen, und den Platz für das nächste Kind vorbereiten.

Frühstück

Damit die Kinder selbst entscheiden können, wann sie frühstücken möchten, haben sie bis ca. 10.30 Uhr Zeit, einen geeigneten Zeitpunkt für sich auszusuchen. Einige Kinder müssen aber auch daran erinnert werden.

Die Kinder der Krippengruppe frühstücken gemeinsam.

Einmal im Monat wird hierfür ein Betrag von 5 € eingesammelt.

Die Erzieher kaufen ein und sorgen für ein ansprechendendes, ausgewogenes Angebot (Käse, Aufschnitt, Joghurt, Obst, Gemüse, hin und wieder Cornflakes, Marmelade…)

Jede Gruppe sorgt für die Kennzeichnung und Auflistung der Inhaltsstoffe der Lebensmittel.

Mittagessen

Das Mittagessen wird durch einen Caterer angeliefert. Ein großer Teil der Eltern nimmt dieses Angebot war. Auch die Einrichtung begrüßt aus pädagogischen und gesundheitlichen Aspekten die Einnahme einer warmen Mahlzeit.

Allerdings haben die Eltern, die ohnehin für mehrere Kinder und andere Familienmitglieder kochen müssen, die Möglichkeit, sich auf einen alternativen „Mittagssnack“ für ihre Kinder zu beschränken. Über eine entsprechend vertretbare Auswahl an Lebensmitteln wird im Vorfeld gesprochen.

In der U 3 – Gruppe wird gemeinsam gegessen, was uns aus pädagogischer Sicht erforderlich erscheint. Einen alternativen Mittagssnack gibt es dort nicht.

„Snackrunde“ am Nachmittag

Weil für viele Kinder, die ganztags in der Einrichtung bleiben, die Zeit vom Mittagessen bis zum Abendessen viel zu lang ist, haben die Kinder am Nachmittag die Möglichkeit, zur Überbrückung noch eine Kleinigkeit zu sich zu nehmen. Die Erzieherinnen sorgen dafür, dass für diesen Zweck immer verschiedene Lebensmittel vorhanden sind.

 

11. Bewegung

Da viele Kinder unserer Einrichtung wenig Bewegungsmöglichkeiten haben, bzw. einige Eltern den Bewegungsdrang ihrer Kinder arg einschränken, erscheint es uns besonders wichtig, einen entsprechenden Ausgleich im Kindergarten zu schaffen. Es gibt täglich die Möglichkeit, die Turnhalle, entweder im Freispiel oder in angeleiteter Form, zu nutzen. Die Kinder können sich zudem im Außengelände bewegen und werden von den Erzieherinnen durch Bewegungsangebote immer wieder motiviert.

Es ist unser Bestreben, dass alle Kinder 1 Mal am Tag nach draußen gehen.

Ergänzend tragen auch Ausflüge und Spaziergänge zur Bewegungsförderung bei. Innerhalb der Gruppen werden häufig Bewegungsspiele oder Tänze mit den Kindern gemacht. Zudem bekommen die Eltern aktuelle Informationen über Sportangebote in der nahen Umgebung.

Durch regelmäßige Fortbildungen, an denen einige Erzieherinnen teilnehmen, wird das Bewegungsangebot der Dschungelburg kontinuierlich erweitert.

Zudem ist 1 Mal in der Woche eine Motopädin im Haus, die kontinuierlich mit einer Auswahl von Kindern arbeitet.

 

12. Familiennetzwerk - Elternschule/FUN

Obwohl es in vielen Bereichen unserer Arbeit schon existiert, ist es ein Ziel unserer Einrichtung, ein soziales Netzwerk von Familien im engeren Umfeld aufzubauen. Wir wollen dazu beitragen, Orientierungshilfen und Beratungsangebote zu schaffen. Wir streben den Ausbau der Kooperation zwischen Tageseinrichtung und familienbezogener Fachdienste an.

Es ist uns wichtig, dass das Bildungs - und Förderangebot nicht ausschließlich als Benachteiligtenunterstützung betrachtet wird. Wir wollen möglichst viele Eltern erreichen, indem wir interessante, vielseitige, und an der Praxis orientierte, Angebote schaffen. Wir wollen die schon recht engen Kontakte zu unseren Eltern noch intensivieren, indem wir das Vertrauen, das uns bereits entgegengebracht wird, als Grundlage für ein Konzept nutzen, dass einerseits eine umfangreiche Angebotspalette garantiert, die problemlos in den Kindergartenalltag zu integrieren ist, andererseits  aber auch als „Informations – und Beratungszentrale“ fungiert, die Hilfestellung und Möglichkeiten aufzeigt und  bei Bedarf an andere fachkompetente Institutionen weiterleitet und vermittelt.

Ein Instrument zur Unterstützung der Elternkompetenz, das wir regelmäßig durchführen ist das sog. FUN – Projekt (Familie und Nachbarschaft). Es hat zum Ziel, Eltern als wichtigste erste Erzieher ihrer Kinder zu unterstützen, Selbstvertrauen und Verständigung innerhalb der Familien zu stärken, Zusammenarbeit von sozialen Einrichtungen und Eltern zu fördern, Minderung von Familienstress und Stärkung des Familienzusammenhaltes zu erreichen und Möglichkeiten neuer Kontakte im Stadtteil zu schaffen.

Plus Kita - Projekt

Das plusKita - Projekt wurde auf der Grundlage des neuen Kinderbildungsgesetzes für Kindertageseinrichtungen mit besonderen sozialen Belastungen ins Leben gerufen. Die Einrichtungen erhalten zusätzliche Mittel, die für ergänzendes Personal und spezielle Angebote eingesetzt werden sollen. Das daraus entstandene multiprofessionelle Team steht auch der Dschungelburg regelmäßig zur Verfügung:

  1. Motopädie – 1x in der Woche (durch ein ganzheitliches pädagogisches Konzept sollen die Kinder in ihrer Persönlichkeit und in ihrer allgemeinen Entwicklung gefördert werden. Hierbei orientiert sich die Motopädin an den Stärken des Kindes.
  2. 1x im Jahr findet ein Theaterprojekt statt, zu dem ein Clown/Pantomime und Theaterpädagoge in die Einrichtung kommt. Die Kinder haben viel Spaß daran, ihre Alltagsrollen zu verlassen und erfahren, dass sie mit wenigen Requisiten Theater spielen können. Die Aufführung für die Eltern am Ende des Projektes ist für die Kinder immer ein besonderes Highlight!
  3. 2 x im Jahr ist ein Theater-/Naturpädagoge zu den Themen Werken, Naturerlebnisse, Musik und Trommeln in der Dschungelburg. Die Projekte erfolgen mit viel Kreativität, Spontanität und Engagement in Kleingruppen. Er unterstützt zudem auch die Aktivitäten auf dem Schulbauernhof.
  4. Eine Diplompsychologin unterstützt das Team rund um die Themen Familie, Erziehung und Entwicklung. Die Eltern können individuell Termine mit ihr verabreden, bzw. sich diesbezüglich an ihre Erzieherinnen (an den Erzieher) oder an die Leitung wenden. Termine finden entweder in der Einrichtung, oder im zentral gelegenem Bildungshaus statt. Sie bietet auch die Durchführung psychologischer Testverfahren zur Diagnostik und Entwicklung an und unterstützt die Kita in Integrationsfragen.
  5. Alle 14 Tage bietet eine Sozialarbeiterin eine offene Sprechstunde an, die die Eltern gern für ihre Fragen rund ums Kind oder das Familienleben nutzen. Sie trifft sich mit den Eltern im Elterncafe, hilft bei schwierigen Telefonaten, komplizierten Anträgen, bei der Terminvereinbarung mit öffentlichen Stellen und setzt sich dafür ein, den richtigen Ansprechpartner für Anliegen der Eltern zu finden.

 

Elterncafe/Themencafe

Das Elterncafe (Mediathek) ist jeden Montag und Donnerstag geöffnet Dort findet ein lebendiger Austausch der Eltern untereinander statt. Einmal im Monat wird das sogenannte Themencafe angeboten. Dort frühstücken die Eltern zunächst gemeinsam. Anschließend wird über ein besonderes Thema gesprochen, dass sich die Eltern im Vorfeld selbst ausgesucht haben (z. B. Sauberkeitserziehung, gesundes Essen, Trotzphase, Schlafstörungen bei Kindern…) Nicht selten werden auch „Fachleute“ dazu eingeladen.

Informationsnachmittage und gemeinsame Ausflüge, sowie andere Formen der Elternunterstützung, Beratung (z.B. Infos zum BUT – Antrag), Informationen zu anderen Anlaufstellen und Institutionen

gehören auch dazu.

 

13. Zusammenarbeit mit anderen Institutionen und Gremien

  • Regionale Leitungsrunde im Stadtteil (alle Träger)
  • Arbeitskreis „Soziales Forum“
  • Praxisbeirat der Fachschule für Sozialpädagogik
  • Zusammenarbeit Grundschule/ Tageseinrichtungen
  • Zusammenarbeit mit dem ASD
  • Teilnahme an Qualitätszirkeln (z.B. U3, Übergang Kita/GS…)
  • Kooperation mit verschiedenen Schulen und Tageseinrichtungen im Stadtteil
  • Kooperation mit dem Fachbereich Schule und Sport
  • Zusammenarbeit mit der „Initiative – Süd“
  • Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei Süd
  • Zusammenarbeit mit der Vestischen Kinderklinik in Datteln
  • Kooperation mit der Frühförderstelle und der Beratungsstelle Vest
  • Kooperation mit dem Autisten - Zentrum…

 

 

14. Programmübersicht/ Elterninfos

Halbjährlich bekommen alle Eltern eine Programmübersicht mit pädagogischen Inhalten, Aktionen, Informationen und Terminen.

Ansonsten wird Aktuelles über Aushänge vor den Gruppen, im Windfang, im Eingangsbereich, oder im Schaukasten vor der Einrichtung an die Eltern weitergegeben. Wichtige Infos und Einladungen werden schriftlich an alle Eltern verteilt!

Drüber hinaus wenden sich die Erzieher direkt an die Eltern, sofern es noch Erklärungsbedarf gibt.

Einmal im Jahr erscheint das Heftchen „Was man wissen sollte“. Es enthält alle wichtigen Informationen, die Eltern für ein erstes Kennenlernen der Einrichtung benötigen.

 

15. Familienzentrum

Schon in der Pilotphase hat sich die Dschungelburg als Familienzentrum NRW beworben. Eine weitere Bewerbung erfolgte für das Jahr 2010/11.

Im Zuge der Gleichverteilung der Familienzentren unterschiedlicher Träger auf das gesamte Stadtgebiet, konnte die Kita erst nicht berücksichtigt werden und wurde 2012 zunächst „Familienzentrum RE“.

Im Sommer 2013 wurde uns auch die Zertifizierung zum Familienzentrum NRW zuerkannt.